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Studentenwohnheim in Tübingen
Vier Geschosse in Holzbauweise
Im Zuge der Sanierung eines Studentenwohnheims in
Tübingen wurde als Ergänzung über der bestehenden Tiefgarage ein Neubau errichtet. Die Belastung durch diese Aufstockung musste nicht zuletzt aufgrund der neuen Erdbebennorm so gering wie möglich gehalten werden (in einem Gebiet mit Deutschlands höchster Erdbebenzone 3). Realisiert wurde der viergeschossige Erweiterungsbau in Holzbauweise, da diese ein vergleichsweise niedriges Eigengewicht aufweist.
Städtebaulich reagiert der Entwurf auf die unterschiedlichen Baumassen und stellt einen Übergang zwischen dem bestehenden Studentenwohnheim und der umgebenden Wohnbebauung dar: Ein vorderer, auffallender Baukörper leitet über zu einem zurückhaltender gestalteten viergeschossigen Bau.
Das Haus ist konzipiert als eine Mischung von Wohngemeinschaften und Appartements. Insgesamt 61 Zimmer sind im rückwärtigen Teil mit kleiner Küchenzeile, im vorderen Baukörper mit je einer Gemeinschaftsküche pro Geschoss untergebracht. Die Zimmer mit Gemeinschaftsküche lassen sich bei Bedarf einfach umrüsten und ebenfalls mit eigenen Küchenzeilen ausstatten.
Der viergeschossige Holzbau für studentisches Wohnen stellt ein Novum dar. Der notwendige Brand- und Schallschutz konnte innerhalb der Decken über ein vorgefertigtes System erfüllt werden, dessen untere Ansichtsflächen das Material sichtbar lassen. Die tragenden Wände sind als vorgefertigte Holzständerwände ausgeführt. Mit der
Holzbauweise wurde nachgewiesen, dass die Windbelastung höher ist als die durch ein mögliches Erdbeben - auf einen Erdbebennachweis konnte damit verzichtet werden.
Für die Energieversorgung wurde die Pelletsheizung des sanierten Nachbargebäudes zur Versorgung der beiden Wohnheime ausgelegt. Unterstützt durch Solarkollektoren auf dem extensiv begrünten Dach ist eine 100-prozentige Versorgung aus regenerativen Energien möglich. In Kombination mit den hochgedämmten Wänden und Decken und der Dreifach-Verglasung der Fenster erreicht der Neubau KfW-40-Standard.
Bautafel:
Architekten: e + k architekten, Reutlingen
Projektbeteiligte: Schneck - Schaal - Braun, Tübingen (Tragwerksplanung); Züger + Partner,
Metzingen (Haustechnik); Zeeb + Frisch, Kirchentellinsfurt (Elektrotechnik); Dieringer Holzbau, Rangendingen (Ausführung Holzbau); Lignatur, Waldstatt/CH (Deckenelemente)
Bauherr: Studentenwerk Tübingen - Hohenheim
Fertigstellung: 2008
Standort: Studentenwohnheim Neuhalde, Viktor-Renner-Str. 4, Tübingen
Bildnachweis: Susanne Gnamm, Reutlingen
Tübingen wurde als Ergänzung über der bestehenden Tiefgarage ein Neubau errichtet. Die Belastung durch diese Aufstockung musste nicht zuletzt aufgrund der neuen Erdbebennorm so gering wie möglich gehalten werden (in einem Gebiet mit Deutschlands höchster Erdbebenzone 3). Realisiert wurde der viergeschossige Erweiterungsbau in Holzbauweise, da diese ein vergleichsweise niedriges Eigengewicht aufweist.
Städtebaulich reagiert der Entwurf auf die unterschiedlichen Baumassen und stellt einen Übergang zwischen dem bestehenden Studentenwohnheim und der umgebenden Wohnbebauung dar: Ein vorderer, auffallender Baukörper leitet über zu einem zurückhaltender gestalteten viergeschossigen Bau.
Das Haus ist konzipiert als eine Mischung von Wohngemeinschaften und Appartements. Insgesamt 61 Zimmer sind im rückwärtigen Teil mit kleiner Küchenzeile, im vorderen Baukörper mit je einer Gemeinschaftsküche pro Geschoss untergebracht. Die Zimmer mit Gemeinschaftsküche lassen sich bei Bedarf einfach umrüsten und ebenfalls mit eigenen Küchenzeilen ausstatten.
Der viergeschossige Holzbau für studentisches Wohnen stellt ein Novum dar. Der notwendige Brand- und Schallschutz konnte innerhalb der Decken über ein vorgefertigtes System erfüllt werden, dessen untere Ansichtsflächen das Material sichtbar lassen. Die tragenden Wände sind als vorgefertigte Holzständerwände ausgeführt. Mit der
Holzbauweise wurde nachgewiesen, dass die Windbelastung höher ist als die durch ein mögliches Erdbeben - auf einen Erdbebennachweis konnte damit verzichtet werden.
Für die Energieversorgung wurde die Pelletsheizung des sanierten Nachbargebäudes zur Versorgung der beiden Wohnheime ausgelegt. Unterstützt durch Solarkollektoren auf dem extensiv begrünten Dach ist eine 100-prozentige Versorgung aus regenerativen Energien möglich. In Kombination mit den hochgedämmten Wänden und Decken und der Dreifach-Verglasung der Fenster erreicht der Neubau KfW-40-Standard.
Bautafel:
Architekten: e + k architekten, Reutlingen
Projektbeteiligte: Schneck - Schaal - Braun, Tübingen (Tragwerksplanung); Züger + Partner,
Metzingen (Haustechnik); Zeeb + Frisch, Kirchentellinsfurt (Elektrotechnik); Dieringer Holzbau, Rangendingen (Ausführung Holzbau); Lignatur, Waldstatt/CH (Deckenelemente)
Bauherr: Studentenwerk Tübingen - Hohenheim
Fertigstellung: 2008
Standort: Studentenwohnheim Neuhalde, Viktor-Renner-Str. 4, Tübingen
Bildnachweis: Susanne Gnamm, Reutlingen