Komplexe Formen, enorme Spannweiten, schwindelerregende Höhen – die Maßstäbe und Möglichkeiten des Holzbaus entwickeln immer neue Superlative. Der Traditionsbaustoff Holz erreicht dank neuester Technologie eine Flexibilität in der Verarbeitung und Anwendung, die zukunftsweisend ist.

Mit SUPERWOOD präsentierte BauNetz im Rahmen der Fachmesse DACH + HOLZ International 2016 in sechs Vorträgen preisgekrönte und visionäre Projekte aus ganz Europa.

OOPEAA, Finnland

Puukuokka Housing Block, Jyväskylä
Anssi Lassila
ist Gründer und Partner des Büros OOPEAA Office for Peripheral Architecture in Seinäjoki und Helsinki. Seinen ersten Wettbewerb gewann der finnische Architekt noch während des Studiums und wurde für den Sakralbau aus Holz für den Mies van der Rohe Award 2005 nominiert. Aktuell wurde der Holzbauspezialist für den Puukuokka Housing Block mit dem Finlandia Prize for Architecture ausgezeichnet.


Abbildung: Jussi Tiainen

Gramazio Kohler Research, Schweiz

Das sequentielle Dach, ETH Zürich
Geometrisch komplexe Formen sind das Spezialgebiet von Aleksandra Anna Apolinarska, die seit 2013 im Fachbereich Architecture and Digital Fabrication unter der Leitung von Fabio Gramazio und Matthias Kohler an der ETH Zürich forscht. Als verantwortliche Projektleiterin betreut sie das „Sequential Roof”. Die Dachkonstruktion des Neubaus des Arch_Tec_Lab des Instituts für Technologie in der Architektur (ITA) der ETH Zürich setzt in seiner Dimension neue Maßstäbe im Hochbau und im Umgang mit Holz.


Abbildung: ETH Zürich

nkbak, Deutschland

Europäische Schule, Frankfurt am Main
Nicole Kerstin Berganski und Andreas Krawczyk gründeten 2007 das Frankfurter Büros nkbak. Beide arbeiteten zuvor als Projektarchitekten bei Kazuyo Sejima+Ryue Nishizawa/SANAA in Tokio. Im Entwurf liegt für sie die Basis zur intuitiven Schaffung von Raumatmosphären, welche unter Nutzung neuer Arbeitsmittel umgesetzt werden. Ihr Projekt der Europäischen Schule in Frankfurt am Main ist Beweis dafür, dass modularer Holzbau als zeit- und kostensparendes Verfahren überzeugen kann.


Abbildung: RADON photography / Norman Radon

RLP Rüdiger Lainer + Partner, Österreich

HoHo Wien, Holzhochhaus, Seestadt Aspern, Wien
RLP Rüdiger Lainer + Partner arbeitet seit über 20 Jahren in den Bereichen Architektur, Städtebau und Generalplanung. Seit 1985 ist Rüdiger Lainer als selbstständiger Architekt in Wien tätig, im Jahr 2000 kommt Oliver Sterl als projektleitender Architekt ins Team und wird 2005 Partner. Wesentliche Impulse für die Projektentwicklung erhält das Büro aus Kunst, Theorie und Forschung. Aktuell plant RLP in Wien das weltweit höchste Hochhaus in Holzbauweise.


Abbildung: A3ZO / RLP

OFIS Arhitekti, Slowenien

Alpine Schutzhütte, Skuta 2.532m ü.NN
1998 gründete Spela Videčnik gemeinsam mit Rok Oman das Büro OFIS in Ljubljana. Seitdem realisierten die beiden neben zahlreichen Bauten in ihrer Heimat internationale Projekte in Deutschland, Großbritannien oder Frankreich. Die Verwendung von Holz als traditionellem Baustoff Sloweniens liegt ihnen dabei besonders am Herzen. Videčnik und Oman graduierten in Ljubljana und an der AA in London und lehren derzeit als Gastprofessoren an der Harvard University, Graduate School of Design, in Boston, USA.


Abbildung: Janez Martincic

Lehmann Timber Code, Schweiz

Hightech-Kommunikation mit CNC, Gossau
Als Spezialist für die Entwicklung und Fertigung komplexer Strukturen aus Holz hat sich Timber Code einen Namen gemacht. Das Team des innovativen Unternehmens hat zahlreiche Großprojekte namhafter Architekten wie Shigeru Ban, Herzog & de Meuron oder Foster+Partner betreut. Martin Antemann unterstützt viele dieser Projekte persönlich, er verfügt über den Expertenblick aus der Praxis.


Abbildung: Lehmann Timber Code