Vom Wohnturm bis zum kompletten Quartier – der Traditionswerkstoff Holz ist populärer denn je und erobert als Baumaterial des 21. Jahrhunderts den städtischen Raum. Mit dem Architekturforum holzhochdrei3 präsentiert BauNetz im Rahmen der Fachmesse DACH + HOLZ International 2014 ein „Best of“ des aktuellen Holzbaus.

In sechs Vorträgen stellen renommierte Experten aus Architektur und Forschung preisgekrönte und visionäre Projekte vor. Gezeigt wird urbaner Wohnungsbau auf höchstem Niveau sowie das gesamte Spektrum des zeitgenössischen Bauens mit Holz – vom Audimax, über die Firmenzentrale bis hin zu Kirche.

C.F. Møller Architekten

HSB 2023 - Västerbroplan, Stockholm
Bislang gelten maximal zehn Geschosse als State of the Art des Holzbaus. Für die Stockholmer Innenstadt planen C.F.Møller Architekten nun einen Wohnturm aus Holz mit 34 Stockwerken. Das innovative Gebäude soll im Auftrag Stockholms größter Wohnungsbaugesellschaft HSB bis zum Jahr 2023 entstehen.


Abbildung: C.F. Møller Architects

Rossi Prodi Associati

Cenni di cambiamento, Mailand
Urbaner Wohnungsbau XXL: In Mailand ist im Sommer dieses Jahres das Wohnquartier Cenni di cambiamento entstanden, ein einzigartiges Projekt. Die Tragstruktur der vier neungeschossigen Hochhäuser sowie der zweigeschossigen Verbindungselemente besteht komplett aus großflächigen Brettsperrholzplatten.


Abbildung: Rossi Prodi Associati S.r.l.

Ziegert Roswag Seiler Architekten Ingenieure

Betriebsgebäude Artis, Berlin
Das Berliner Architektur- und Ingenieurbüro Ziegert Roswag Seiler hat mit dem Betriebsgebäude für die Tischlerei Artis einen Holzbau der Extraklasse errichtet. Charakteristisch für den Holzingenieurbau in Niedrigenergiebauweise ist das markante Hallendach der Werkhalle, dessen Fischbauchträger 20 Meter überspannen. Das Projekt erhielt 2013 verschiedene Auszeichnungen und Preise.


Abbildung: Daniela Friebel

Deubzer König + Rimmel

Interims-Audimax TUM Campus, Garching
Eine klassische Holzfassade stellt man sich anders vor. Für den Bau des Interims-Audimax der TU München entwickelten die Architekten eine modulierte Hülle aus sägerauer, schwarz lasierter Fichte. Das temporäre Gebäude erhielt für den innovativen Umgang mit dem natürlichen Baustoff den Deutschen Holzbaupreis 2013.


Abbildung: Henning Koepke

sauerbruch hutton

Immanuelkirche und Gemeindezentrum, Köln
Als Re-Interpretation der traditionellen Basilika beschreiben die Berliner Architekten den Entwurf für den Kölner Kirchenbau und dessen Gemeindezentrum. Glockenturm, Kirche und Kapelle sind Holzkonstruktionen, die mit einer diagonal verlaufenden Holzverschalung verkleidet sind, auch im Inneren der Gebäude steht der Werkstoff im Vordergrund.


Abbildung: Margot Gottschling

Shigeru Ban / Blumer-Lehmann AG

Tamedia AG, Zürich
Der japanische Architekt Shigeru Ban hat für den Züricher Hauptsitz der Tamedia AG ein einzigartiges preisgekröntes Gebäude aus Holz und Glas entworfen. Die konstruktive Umsetzung erfolgte gemeinsam mit den Schweizer Holzbauspezialisten der Blumer Lehmann AG, dessen Projektleiter einen Einblick in die Tragwerksplanung und Realisierung gibt.


Abbildung: Didier Boy de La Tour