Special: Schweiz weiss

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Text: Stephan Burkoff, Foto: Anoush Abrar (Mountainclimbers), 26.11.2015

Wenn ein Atom so groß wie eine Orange wäre, wäre die Orange so groß wie die Erde. Man könnte versuchen, dieses Bild, dem man in der aktuellen Ausstellung Animierte Wunderwelten des Zürcher Museums für Gestaltung begegnet, auf die Schweiz zu übertragen. Von Mythen und Weisheiten umrankt ist das kleine Land. Eingeklemmt zwischen Italien, Frankreich, Österreich und Deutschland, und doch so wichtig und so groß.

Oder bleiben wir besser bei Adjektiven wie „klein und fein“? Denn es ist alles so schön übersichtlich hier, so sauber, so speziell. Doch Klischees, schwarz-weiss-Denken und Schokolade bringen uns in dieser Sache wirklich nicht weiter. Versuchen wir es klassisch mit einem Ausschnitt aus bewusst gewählter Perspektive.

Auch wenn der Schweizer Designer Alfredo Häberli jüngst bei einem Besuch in seinem Zürcher Atelier beklagte, dass es nicht wirklich viele zeitgenössische Kollegen seines Standes gebe, muss der Rest der Welt anerkennen, dass Schweizer Gestaltung und Architektur doch immer noch eine Spur besonders sind. Wir haben für dieses Special zwar nicht nur aus der Schweizer Designkiste geschöpft, haben dafür aber eine eklektische Mischung zwischen Beton in den Bergen, Produkten für den Gabentisch und Untersätzen für rasante Fahrten zusammengestellt.

Fast so rasant wie die Teilchen, die am CERN bei Meyrin auf ihre Reise gehen. Und dabei einen Hinweis darauf geben, dass Wissenschaft, Unternehmertum und Gestaltungswille die kleine Schweiz noch einmal zu etwas ganz Großem machen könnten.

In weiser Voraussicht auf den wohlverdienten Winterurlaub: Hals- und Beinbruch!

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