Special Salone del Mobile 2014

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Text: Stephan Burkoff , 04.04.2014

Wenn alle allen hinterher laufen, dann läuft man bestenfalls im Kreis. Dies könnte ein Sinnbild sein, für die Journalisten- und Einkäuferschar, die sich alljährlich durch die Mailänder Straßen und das Messegelände schiebt: immer auf der Suche nach dem noch nicht Gesehenen, der größten Sensation oder dem überraschenden Geheimtipp. Es könnte aber ebenso für eine Branche stehen, die sich allzu sehr auf das verlassen will, was sicher zu funktionieren scheint.

Mit 1.737 Austellern und 357.212 Besuchern hat der Salone del Mobile 2014 aufs neue Rekorde geschrieben. Und wächst weiter über sich hinaus. Das Angebot an Präsentationen außerhalb des Messegeländes ist unüberschaubar. Die ganze Stadt vibriert. Ein Event folgt dem nächsten.

Dass weniger zuweilen mehr ist, haben vor allem einzelne Ausstellungen gezeigt. Von Autarchia, Austerità, Autoproduzione in der Triennale, einer Ausstellung, die sich den vergangenen hundert Jahren italienischen Designs widmet – und damit eine Vielzahl von Referenzen schafft – bis hin zu 100 Prozent Original Design, einer von Piero Lissoni kuratierten Schau von Designklassikern im Königlichen Palast, ist es nicht nur geografisch ein weiter Weg – in dessen sinngemäßer Mitte die Mailänder Messe steht.

Lesen Sie in diesem Special über gläserne Wasserhähne, Küchen für den Garten und heimliche Stuhlgeschwister.

Eindrücke aus Mailand: Neuheiten, Kuriositäten und was sonst noch so begeisterte, finden Sie in unserer Bildergalerie über diesem Text.

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